Kyoto-Check für Österreich

Umweltminister Pröll: „Ziel gesichert“
„Österreich wird sein Kyoto-Ziel erreichen. 88 % des festgelegten Ankaufsziels von 45 Mio. Tonnen sind mit den beschlossenen Ankäufen bereits vertraglich gesichert“, so Umweltminister Josef Pröll anlässlich der Kommissionssitzung im Bereich Joint Implementation und Clean Development Mechanism. „Mit der mit der letzten UFG-Novelle beschlossenen Mittelerhöhung auf 531 Mio. Euro wurde auch die Basis für den weiteren erfolgreichen Ankauf gelegt.“
Der Kohlenstoff-Markt boomt zurzeit. Die Nachfrage hat sich in den vergangenen zwei Jahren versechsfacht, unterstreicht somit das große Interesse an diesem Markt. Durch das gleichzeitig knappe Angebot an Zertifikaten steigt entsprechend auch der Preis. „Wir haben uns rechtzeitig darauf eingestellt und entsprechend vorgesorgt“, erläutert Pröll.
Der Kyoto-Check für Österreich fällt daher durchaus positiv aus, entsprechende umweltpolitische Maßnahmen in den Bereichen Industrie, Raumwärme und Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs wurden rechtzeitig gesetzt und durch den Zukauf von CO2-Emissionsreduktionen aus internationalen JI/CDM-Projekten und sogenannten Green Investment Schemes ergänzt. „Es ist wichtig zu verstehen, dass damit eine weltweite Entlastung der Umwelt in Verbindung steht.“
Apropos Check: Der Kyoto-Check-Folder der Wirtschaftskammer Österreich und des Lebensministeriums gibt österreichischen Exporteuren praktische Tipps zur Ersteinschätzung, ob sich ein geplantes Projekt auch als JI- oder CDM-Projekt eignet.
Sechs chinesische Projekte (Windkraft, Biogas und Wasserkraft) sowie ein Wasserkraftwerk aus Madagaskar tragen weitere 3,8 Mio. Tonnen für Österreichs Kyoto-Zielerreichung bei. Dazu kommt der erste Abschluss eines Green Investment Schemes.
Quelle und Rückfragen: Lebensministerium 2008
- Kontakt JI/CDM-Team









