Internationale Klimapolitik

Chronologischer Rückblick
1979
Die erste Weltklimakonferenz in Genf gilt als Geburtsstunde der neueren Klimaforschung.
1988
Auf der Konferenz in Toronto wurde eine Reduktion der globalen CO2-Emissionen um 20 % bis zum Jahr 2005 und die Ausarbeitung einer internationalen Konvention empfohlen. Weiters wurde 1988 das Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) durch die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) und das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) ins Leben gerufen. Das IPCC stellt den wissenschaftlichen Grundstein für die Klimapolitik dar.
1990
Auf der zweiten Weltklimakonferenz in Genf legte das IPCC den ersten IPCC Assessment-Report vor. Es wurde vereinbart, Verhandlungen über ein völkerrechtliches Vertragswerk zum Klimaschutz aufzunehmen.
1992
In Rio de Janeiro auf der Konferenz für Umwelt und Entwicklung der Vereinten Nationen unterzeichneten 154 Staaten die Klimarahmenkonvention. Ihr vorrangiges Ziel ist die Stabilisierung der Treibhausgaskonzentrationen in der Atmosphäre auf einem Niveau, das eine gefährliche, anthropogen bedingte Störung des Klimasystems (Treibhauseffekt) verhindert und eine Anpassung der Ökosysteme an den Klimawandel ermöglicht.
1994
Die Klimarahmenkonvention tritt in Kraft. Wichtigstes Organ der Klimarahmenkonvention ist die Vertragsstaatenkonferenz ("Conference of the Parties" - COP), welche die Umsetzung der Konvention und die notwendigen Schritte zur Verwirklichung der Konventionsziele überwacht.
1995
Hauptaufgabe der ersten Vertragsstaatenkonferenz (COP 1) in Berlin war die Überprüfung der Verpflichtungen für die Annex-I-Staaten, wonach diese ihre Treibhausgasemissionen bis zum Jahr 2000 auf das Niveau von 1990 zurückführen sollten. Weiters wurde darüber Einigkeit erzielt, dass für die Zeit nach 2000 neue Verpflichtungen für die Industrieländer erforderlich seien. Die Forderung nach neuen Verpflichtungen wurde im "Berliner Mandat" festgelegt, und es wurde eine "Ad hoc Group on the Berlin Mandate" (AGBM) ins Leben gerufen, die ein Protokoll mit konkreten Pflichten erarbeiten sollte. Dieser Prozess führte 1997 zur Unterzeichnung des Kyoto-Protokolls.
1997
Kyoto-Protokoll (KP): Das Kyoto-Protokoll wurde auf der dritten Vertragsstaatenkonferenz 1997 beschlossen und enthält quantifizierte Begrenzungs- und Reduktionsziele für den Ausstoß von sechs Treibhausgasen im Zeitraum 2008 bis 2012 gegenüber 1990 für die Industrie- und Transformationsstaaten. Weiters kam es zur Einführung der Flexiblen Mechanismen im Rahmen des Kyoto Protokolls.
2001
Beschlüsse von Marrakesch: Auf der siebten Vertragsstaatenkonferenz konnte nach vierjährigen Verhandlungen ein detailliertes Regelwerk (Marrakesch Accords) angenommen werden, das für die Implementierung des Kyoto-Protokolls nötig ist.
2002
Bei der COP 8 in New Delhi wurde das CDM-Executive-Board in seiner operationellen Funktion bestätigt.
2004
Erstes CDM Projekt registriert.
2005
Inkrafttreten des Kyoto Protokolls am 16. Februar 2005. Implementierung des JI-Supervisory-Committees bei der COP/MOP 1 (COP 11) in Montreal.
2007
Klimakonferenz auf Bali Roadmap festgelegt. Beschreibung der nächsten Verhandlungen und des Fahrplans, der Ende 2009 zur Annahme des zukünftigen Klimaregimes führen soll. Die Roadmap nennt auch, welche Elemente in der zukünftigen Klimaordnung für den Zeitraum nach 2012 berücksichtigt werden müssen.
2008
Mit 1.1.2008 wird JI operativ wirksam dh. Emissionsreduktionen sind seit diesem Tag anrechenbar.
- Kontakt JI/CDM-Team









