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Treibhauseffekt

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Der natürliche Treibhauseffekt
Die Atmosphäre der Erde wirkt wie ein Glasdach eines Treibhauses: die kurzwelligen Strahlen der Sonne werden relativ ungehindert durchgelassen und erwärmen die Erdoberfläche. Die kurzwellige Strahlung wird von der Erdoberfläche teils absorbiert und teils als langwellige Wärmestrahlung reflektiert. Die langwellige Wärmestrahlung kann die Atmosphäre jedoch auf Grund der Treibhausgase nicht ungehindert passieren, sondern wird teilweise wieder an die Erdoberfläche reflektiert. Ohne natürlichen Treibhauseffekt, läge die Durchschnittstemperatur auf der Erde nicht wie tatsächlich bei plus 15 Grad Celsius, sondern bei minus 18 Grad Celsius.

Zu den Treibhausgasen zählen Wasserdampf, der für zwei Drittel des Treibhauseffekts verantwortlich ist, es folgen Kohlendioxid (CO2) mit einem Anteil von ca. 15 %, Ozon mit etwa 10 % und schließlich Lachgas (N2O) und Methan (CH4) mit je etwa 3 %.

Der anthropogene Treibhauseffekt
Die Hauptursache des anthropogenen Treibhauseffekts liegt in der Freisetzung von Kohlendioxid, die vor allem durch den ansteigenden Energieverbrauch und daher durch die Verbrennung fossiler Energieträger begründet ist.

Bei der Verbrennung wird der in den fossilen Energieträgern gebundene Kohlenstoff, der über geologische Zeiträume der Atmosphäre entzogen wurde, als Kohlendioxid frei und reichert sich in der Atmosphäre an. Dies führt zu einer Veränderung der Zusammensetzung und damit auch zu einer Erwärmung der Atmosphäre.

In Bezug auf den anthropogenen Treibhauseffekt ist Kohlendioxid (CO2) das bedeutendste Treibhausgas. Ebenfalls wichtig jedoch in einem geringerem Maße sind Methan (CH4), Ozon (O3) Lachgas (N2O) und Fluorkohlenwasserstoffe (FKWs).

Folgen des anthropogenen Treibhauseffekts
Genaue Prognosen sind auf Grund der Komplexität der Vorgänge, die für das weltweite Klima von Bedeutung sind, sehr schwierig. Tatsache ist allerdings, dass die Durchschnittstemperatur der Erdoberfläche in den letzten 100 Jahren um etwa 0,6° C angestiegen ist. Der größte Anstieg wurde innerhalb der letzten 30 Jahre verzeichnet.

Mögliche Folgen:

  • Beeinträchtigung von Artenreichtum in Flora und Fauna: die Erhöhung der globalen Temperatur wird zu einer Verschiebung von Klima- bzw. Vegetationszonen führen, welche die Anpassungsfähigkeit der natürlichen Systeme überfordern wird,
  • Zunahme der Häufigkeit extremer Wetterlagen,
  • Verknappung der Wasserressourcen,
  • Abschmelzen der Polkappen,
  • Anstieg des Meeresspiegels,
  • Verschiebung von Meeresströmungen und dadurch verbundene regionale Klimaänderungen