Treibhausgase

Zu den sechs Treibhausgasen, die für den anthropogenen Treibhauseffekt verantwortlich sind und im Kyoto-Protokoll Berücksichtigung finden, zählen:
Kohlendioxid (CO2)
Kohlendioxid (CO2) entsteht als Endprodukt jeder Verbrennung. Im Gegensatz zu anderen Verbrennungsprodukten lässt es sich weder durch Filter noch durch Katalysatoren entfernen. Außerdem wird CO2 auch bei einigen industriellen Prozessen wie der Eisen- und Stahlerzeugung emittiert. Auf natürliche Weise wird CO2 bei der Atmung aller Lebewesen und durch geologische Prozesse (z. B. Vulkanismus) freigesetzt.
Methan (CH4)
In Österreich werden 45 % des anthropogenen Methanausstoßes von der Land- und Forstwirtschaft verursacht. Der überwiegende Teil entsteht bei der Nutztierhaltung und Güllelagerung. Etwa 50 % der Methanemissionen stammen aus der Abfallbehandlung, wo vor allem die Emissionen aus Deponien (und aus Abwasserkläranlagen) von großer Bedeutung sind.
Lachgas (N2O)
Lachgas entsteht als Nebenprodukt bei der Verbrennung von Kohle, Erdöl oder anderen fossilen Energieträgern und bei der mikrobiellen Umwandlung von Stickstoffverbindungen in Böden.
Schwefelhexafluorid (SF6), Wasserstoffhaltige Fluorkohlenwasserstoffe (HFKW), Perfluorkohlenwasserstoffe (PFKW)
Die Klimawirksamkeit dieser Industriegase resultiert aus ihren langen atmosphärischen Verweilzeiten, verbunden mit hohen spezifischen Absorptionsraten der einzelnen Moleküle im treibhausrelevanten infraroten Spektralbereich. Diese fluorierten Verbindungen stellen daher die mit Abstand treibhauswirksamsten Stoffe in der Atmosphäre dar.
Die HFKW finden u. a. als Kältemittel Anwendung. Die HFKW Emissionen haben vor allem deshalb zugenommen, weil dieses Gas als Alternative für Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW) eingesetzt wird, deren Verwendung durch das Montrealer Protokoll wegen ihrer ozonabbauenden Wirkung untersagt wurde. PFKW entsteht beim Schmelzen von Aluminium (vor allem in Verbrennungsanlagen), SF6 wird bei der Magnesiumherstellung und in der Elektroindustrie verwendet.
Mit Hilfe des Global Warming Potentials (GWP) wird das unterschiedlich stark ausgeprägte Maß an "Treibhausaktivität" verschiedener Treibhausgase berücksichtigt. Das GWP misst für ein Treibhausgas den Treibhauseffekt einer emittierten Masseneinheit relativ zum Einfluss der gleichen Masse an CO2 über den gleichen Zeitraum.









